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11 Okt 2020

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Was uns wichtig ist

#Laufmazam - was nicht auf der Strecke bleiben darf

Das ist für uns nicht einfach nur eine schicke Headline oder ein ganz passender Hashtag. Lauf ma´ zam sagt genau das aus, was den Generali München Marathon so besonders macht: Zusammenhalt und Menschlichkeit.

Laufen ist Teamsport, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Doch wie so oft zählt nicht nur das, was man auf den ersten Blick sieht, sondern all das, was daneben und dahinter passiert! Auf den ersten Blick sehen wir einfach nur ein paar Läufer auf der Marathonstrecke. Dass diese Menschen eine schreckliche Flucht aus ihrem Heimatland hinter sich haben und nun alles dafür tun, um hier in Deutschland wieder Fuß zu fassen, ist nicht auf den ersten Blick sichtbar. Und das ist auch gut so – der Sport verbindet uns alle und er zeigt uns, dass man zusammen einfachmehr schafft, als alleine. Auf der Rennstrecke geht es nicht darum, woher man kommt, an welchen Gott man glaubt oder nicht glaubt und welche Farbe die Haut hat. Es geht darum, sich gegenseitig zu motivieren, zu supporten und gemeinsam ins Ziel zukommen. Den Erfolg gemeinsam zu feiern und zusammen sagen zu können: „Wir haben’s geschafft“. 

Für Abdi, Hakim, Nematullah und Mahdi ist Laufen schon immer ein Teil ihres Lebens gewesen. Die vier Jungs sind zwischen 17 und 21 Jahren alt und nicht länger als 4 Jahre hier in Deutschland. In ihrer Heimat hatten sie keine Chance mehr, ein normales Leben zu führen und man will sich gar nicht erst ausmalen, was sie alles sehen mussten. Der Sport gibt ihnen Halt, ein bisschen Struktur in ihrem Tagesablauf und Kraft. Der Start in einem neuen Land ist alles andere als einfach, noch dazu in einem Land, dessen Sprache so wahnsinnig kompliziert ist. Das Laufen war für die vier Jungs seit sie hier sind immer wieder Motivation und Kraftgeber. Sie hatten beim Sport Erfolgserlebnisse und fühlten sich so von Mal zu Mal wohler in ihrer neuen Umgebung. 

Dieses Gefühl hilft den Menschen dabei, sich an ein neues Zuhause zu gewöhnen, die Sprache zu lernen und die Kultur zu verstehen. Und wenn sie während dieser Zeit Menschen an ihrer Seite haben, die sie unterstützen und voller Liebe und Verständnis auf alle Herausforderungen und Probleme reagieren, ist das die beste Voraussetzung für einen guten Start in ein neues Zuhause.

Die Integration fremder Menschen in unser Land und in unser Leben ist sicher nicht einfach. Doch oft sind es die ganz kleinen Gesten und Taten, die unser Leben zu einem Zusammenleben machen. Und beim GMM sind es die kleinen Gesten und Taten, die uns nicht nur „Lauf ma!“ sondern „Lauf ma´ zam!“ sagen lassen. 

Willkommen in München, Abdi, Hakim, Nematullah und Mahdi

By the way: Wenn du dieses Jahr bei deinem Lauf nicht nur was Gutes für dich, sondern auch für andere tun willst, dann bestell dir noch heute das GMM-Spendenbändchen oder hol‘ es dir direkt am Marathonwochenende. Mit deiner Spende von 5€ unterstützt du die Kinder Rheuma-Stiftung. Und wenn du dann mit deinem Spendenbändchen am Arm ins Olympiastadion einläufst, dann nimm jemanden bei der Hand und lauf mit einem anderen Menschen gemeinsam ins Ziel. Es sind die kleinen Gesten. <3

Umweltgedanke

Nachhaltigkeit ist wie ein Lauf – man kommt dem Ziel schrittweise näher und man muss auf jeden Fall dran bleiben. Der GMM 2019 soll ein Statement setzen, für unsere Umwelt, für mehr Achtsamkeit und ein größeres Bewusstsein für Konsum. Jeder muss bei sich selbst anfangen und deshalb setzen wir dieses Jahr an vielen Stellschrauben unseres Events an und haben es geschafft, einige Aspekte des GMM nachhaltig zu machen. Jeder Läufer erfrischt sich dieses Jahr im Ziel nicht aus einem Pappbecher, sondern aus Mehrwegbechern, die hunderte Male gespült und wiederverwendet werden können. Und selbst , wenn sich Einmalprodukte nicht vermeiden lassen, setzen wir auf Recycling Material und nachwachsende Rohstoffe. Recycling Becher an den Stationen, kompostierbare Regen Ponchos und Goodie Bags aus Baumwolle – Schritt für Schritt werden wir nachhaltiger.

Und damit alle Läufer so entspannt wie möglich und am besten auch noch ohne eigenes Auto zu ihrer nächsten Challenge anreisen können, haben alle Runner mit gültiger Startnummer freie Fahrt in den MVV Linien.

Unser eigene Challenge dieses Jahr lautet: so wenig Müll wie möglich beim GMM. Sei mit am Start und mach mit uns gemeinsam die Welt Schritt für Schritt ein bisschen besser.

Max Schwarzhuber - außergewöhnliche Geschichte beim Marathon, jeder kann es schaffen

Manchmal kommt es, wie es kommt. Im Alter von zwei Jahren breitete sich die Taubheit in Maximilian Schwarzhubers Beinen aus, danach folgten Jahre voller OPs, Schmerzen und Hürden. 

Aber Maximilian hat eine Entscheidung getroffen, und mit der Amputation seiner Unterschenkel hat er sich von all diesen Hindernissen getrennt – er sieht absolut kein Problem darin, ohne vollständige Beine Leistungssport zu machen. Triathlon, Halbmarathon, Alpenüberquerung auf dem Bike – all das hat der Bayer schon hinter sich. Seine Geschichte hat ihn nur noch stärker gemacht und ihm noch mehr Power gegeben. So viel Power, dass Maximilian dieses Jahr bei uns seinen ersten Marathon laufen wird.