14
Oktober
2018

"Laufend integrieren"

Kein Mensch ist gleich und jeder ist anders. Dies nicht nur anzuerkennen, sondern als eine Bereicherung anzusehen. Die Vielfalt auch zu fördern und einzubinden, ist eines der sozialen Anliegen des MÜNCHEN MARATHON. Laufen ist nicht nur gesund, Laufen verbindet über die Grenzen von Generationen und Kulturen hinweg. Im Juli startet die eigene Initiative „Laufend integrieren“ im dritten Jahr in Folge. Bisher und weiterhin können Flüchtlinge bei dem Laufevent starten und beteiligen sich aktiv an der Organisation.

In diesem Jahr wird der MÜNCHEN MARATHON in Kooperation mit dem BVS Bayern inklusiv bereichert. Damit soll Menschen mit Behinderung ermöglicht werden, beim Lauf am 8. Oktober teilzunehmen oder in der Organisation am Marathonwochenende aktiv zu werden.

 

 

Netzwerk und Kooperationen 

BVS Bayernwww.bvs-bayern.com
buntkicktgutbuntkicktgut.de
CARE e.V.www.care.de
Caritas www.caritas.de
Bayerischer Flüchtlingsrat e.V. www.fluechtlingsrat-bayern.de

 

Förderer

Flughafen München GmbH www.munich-airport.de
LHM, Referat Bildung und Sportwww.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Bildung-und-Sport.html
RUNNING Company www.runningcompany.de

 

 

„Laufend integrieren“ - so heißt das Projekt, das gemeinsam mit der Flughafen München GmbH ins Leben gerufen wurde und an dem sich seit Juli über 100 Flüchtlinge auf ihr großes, gemeinsames Ziel vorbereiten: den MÜNCHEN MARATHON. Sie trainieren seit Monaten für den 10km-Lauf, den Halbmarathon, Marathon sowie die 4er-Staffel. Zudem packen über 150 Flüchtlinge am Marathon-Wochenende in den Helferteams mit an und unterstützen beim Gelingen des größten bayerischen Sportevents.

„Kick’n Run“ heißt es bereits im Vorfeld des MÜNCHEN MARATHON, wenn am 3. Oktober, gemeinsam mit buntkicktgut e.V. ein Kleinfeld-Fußballturnier im Münchner Olympiastadion stattfindet, bei dem sich 10 Staffeln à 5 Spielern zunächst im Fußball messen und am 8. Oktober in Staffelteams auf die Marathonstrecke gehen. Dass das Projekt überhaupt stattfinden kann, verdanken wir allen Teilnehmern, die sich das Wirstband „laufend integrieren“ gekauft haben. Herzlichen Dank! So wird über 400 Kindern ein großer Traum erfüllt: einmal im Olympiastadion Fußball spielen und einzulaufen.

Unterstützt das Projekt weiter! Die Wristbändchen sind für 5,- Euro am Eingang West der MM Sportmesse erhältlich.

Im Rahmen des 32. MÜNCHEN MARATHON findet erstmals der Inklusionslauf über 7,5 Kilometer auf der Original-Marathonstrecke statt. Menschen mit Behinderung laufen in Begleitung. Gestartet wird am Sonntag, 08. Oktober 2017 um 11.15 Uhr am Odeonsplatz. Ziel ist das Olympiastadion.

 

 

Kick'n Run

Laufen als Teamsport? Marathon und Fußball? Das geht – und zwar beim Kick’n Run des 32. MÜNCHEN MARATHON

Als Teil der Initiative „laufend integrieren“ findet bereits am Dienstag vor dem Marathon, dem 03. Oktober 2017, ein Kleinfeld-Fußballturnier im Münchner Olympiastadion statt. Möglich macht das eine Kooperation mit buntkicktgut, der interkulturellen Straßenfußball-Liga Münchens.

Pionierprojekt des organisierten Straßenfußballs

Die Initiative richtet sich seit seiner Gründung 1997 an Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund und vermittelt ihnen im sportlichen Spiel gegenseitigen Respekt, Toleranz und Fairness. Weiter geht es für die 10 Teams bzw. Staffeln à 5 Spielern am 08. Oktober 2017, dem Marathon-Tag. Dann absolvieren sie als Staffel gemeinsam die 42,195 km und erst dann wird das Siegerteam des „Duathlon“ gekürt.

Der MÜNCHEN MARATHON wurde von der „Association of International Marathons and Distance Races“ (AIMS) auf deren Weltkongress mit dem „Social Award“ ausgezeichnet.

Im Marathon geht es nicht nur darum, Spitzenzeiten zu würdigen, sondern auch besondere Initiativen. Die AIMS orientiert sich dabei an den acht Millenniums-Entwicklungs-Zielen der Vereinten Nationen für eine bessere Welt und findet, dass der MÜNCHEN MARATHON sich mit seinen Projekten zur Einbindung von Flüchtlingen besonders hervor tut. „Im Idealfall kann man dem Leistungssport auch eine Seite abgewinnen, die sich nicht nur mit neuen Bestmarken beschäftigt,“ schrieb dazu am 10. November die Süddeutsche Zeitung, und weiter „der MÜNCHEN MARATHON hat das bespielhaft geschafft, wofür die Veranstaltung nun eine besondere Auszeichnung erhält.“

Im Sommer 2015 war München die erste Anlaufstelle für Menschen gewesen, die vor Krieg und Armut ihre Heimat verlassen hatten, täglich trafen Tausende in Sonderzügen am Münchner Hauptbahnhof ein. Einige Wochen später, beim Marathon-Wochenende, standen sie als Helfer an der Strecke. Einige wagten sich auch selbst auf die Strecken (Marathon, Halbmarathon, 10 KM). Zusammen mit dem Sozialreferat der Stadt München und verschiedenen Hilfsorganisationen wurde ein eigenes Programm zur Integration von Flüchtlingen auf die Beine gestellt.

„Junge Flüchtlinge waren stets in der Situation gewesen, Hilfe annehmen zu müssen – nun konnten sie etwas zurückgeben“, kommentiert Gernot Weigl den Eifer, mit dem die Flüchtlinge sich in die Organisation einbrachten. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern aus bayerischen Vereinen standen sie an den Verpflegungsständen an der Strecke und übernahmen organisatorische Aufgaben im Olympiastadion.

Doch nicht nur als freundliche Helfer prägten Flüchtlinge das Bild des MÜNCHEN MARATHON. 2015 und 2016 nahmen insgesamt 76 Flüchtlinge das Startangebot an. Zum Programm gehörten eine gezielte Vorbereitung, die im Vorfeld des Marathons auch allen anderen Interessenten offen stand: „Laufend integrieren.“

Armbänder mit diesem Motto wurden auf der Marathon-Messe in der Olympiahalle und im Onlineshop angeboten – aus diesem Erlös und Sponsoring-Geldern konnten im letzten Jahr 30.000 Euro zweckgebunden zur Unterstützung von Flüchtlingen an das Sozialreferat der Stadt München übergeben werden.

„München liefert ein großartiges Beispiel dafür, wie das Laufen helfen kann, die großen humanitären Herausforderungen unserer Zeit anzugehen“, sagt Paco Borao, der Präsident der AIMS, in der weltweit über 400 Laufveranstalter organisiert sind. In den Jahren davor hatten der Tokio Marathon und der „Great Ethiopian Run“ den Social Award erhalten.

„Wir haben neue Freunde gewonnen und bewegende Reaktionen der Münchner erfahren“, erklärt Gernot Weigl, der Renndirektor des MÜNCHEN MARATHON. Selbstverständlich wird München das Projekt „Laufend integrieren“ fortführen. „Wir werden es sogar ausbauen“, kündigt Gernot Weigl an. „Ein großes Thema für 2017 wird Inklusion sein. Wir wollen, auch die Integration von Menschen mit Handicap beim MÜNCHEN MARATHON künftig fördern.